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Verrückte Welt
Donnerstag Abend, 21.45 Uhr, während des Essens läuft das heute journal auf dem ZDF. Die Meldungen:
- Tarifverhandlungen der IG Metall in Baden-Württemberg. Arbeitgeber bieten jetzt 0,8%, ab 2009 2,1%. Die IG Metall fordert 8%.
- Barack Obama lässt auf drei Sendern gleichzeitig einen halbstündigen Werbespot laufen. Der Spaß soll 3,5 bis 5 Mio US-Dollar gekostet haben.
- Enttäuschte Anleger protestieren vor der Dresdner Bank in Düsseldorf, weil sie an der Börse Geld verloren haben. Die Bank habe ihnen irgendwas aufgeschwatzt, was nicht gut war.
Mal ganz im Ernst: In welcher Welt leben wir denn?
- Wie kann es sein, dass das Weltverständnis von Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Vertretern im baden-württembergischen Mikrokosmos so unterschiedlich ist?
- Lassen sich US-Amerikaner wirklich so von TV-Spots beeinflussen? Das Weiße Haus als mediales Schlachtfeld…
- Gehören nicht immer zwei Seiten dazu, wenn ein Vertrag unterschrieben wird? Warum vertrauen die Leute blind ihrer Bank, prüfen aber genau, ob beim Zeitungsabo nicht ein Euro zuviel abgebucht wurde? Ist denen nicht klar, dass es an der Börse auch mal nach unten gehen kann?
Ich glaub, da werd ich mal noch ein wenig drüber nachdenken. Oder hat jemand eine Antwort parat?
2 Antworten auf “Verrückte Welt”
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So, 2. November 2008 bei 11:13
Eine Antwort parat auf diese drei Fragen? Puh - das ist gar nicht sooo einfach!
(1) Ich habe natürlich keine Ahnung, wie es in Bad-Württemberg so läuft. Na ja - obwohl mein größter derzeitiger Kunde aus dieser Ecke Deutschlands kommt
Ok, 0 Ahnung hab ich nicht, ich durfte das schöne Städtchen Stuttgart vor einigen Wochen mal besuchen.
Auf alle Fälle denk ich dass in der derzeitigen Lage die IG Metall mit den 8% sicherlich nicht durchkommen wird, die 8% erscheinen mir ja schon fast utopisch oder?
(2) Ja, die US-Amerikaner lassen sich durch TV-Spots beeinflussen. Durch was sonst? Ich hab schon im Juni auf meinem Blog unter http://www.koerbler.com/blog/2008/06/15/virales-web-marketing-und-die-macht-der-visionen/ geschrieben, dass die Marketing-Strategie von Obama sehr gut ist. Die Macht im 21. Jahrhundert liegt nun mal in den Medien. Wer diese beherrscht, bekommt auch die Stimmen.
Ich möcht zwar nicht zuviel Werbung für meine Website machen, aber unter http://www.koerbler.com/kontakt/downloads/zitate.html habe ich schon vor einiger Zeit ein Zitat raufgestellt, welches ganz gut zu diesem Thema passt:
“Nur wer aktiv mit den Medien umgeht ist ihnen überlegen !”
(3) Da will ich eigentlich net viel kommentieren als: selbst schuld! Wer selbst ein wenig mit Aktien “spielt” weiß, wieviel man vorher unterschreiben muss, bevor man damit handeln darf. Ich bin mir sicher, dass die Anleger bei der Dresdner Bank auch entsprechend aufgeklärt wurden und einiges an Unterschriften notwendig waren… Da kann einem keiner mehr helfen. Außerdem: in Aktien sollte man wirklich nur jenes Geld investieren, das man quasi NICHT benötigt…
Mo, 3. November 2008 bei 22:08
Naja, ich will hier weder die 2,1 noch die 8% diskutieren, da kenn ich die Hintergründe zu wenig. Aber die Diskrepanz find ich schockierend.
Das Medienspektakel in den USA find ich auch sehr spannend. Aber die Dominanz der Medien macht mir doch etwas Angst. Ob die lieben Leute auf der anderen Seite des großen Teiches auch selbst zur Meinungsbildung in der Lage sind?
(PS: DU darfst Werbung für Deine Website machen)
Wohl wahr… Die ersten langen Gesichter gab’s ja schon bei der Deutschen Telekom. Das hätte eigentlich in den Köpfen bleiben sollen… Hätte sollen halt.